Komplexe Praxisfälle zur Konzernrechnungslegung

Die vorliegende Tagung widmet sich zwei Tage lang der Wesentlichkeitsanalyse nach European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Die einzelnen Vorträge sind thematisch eng abgegrenzt, wodurch die Vortragenden inhaltlich in die Tiefe gehen können. Im Gegensatz zu vielen anderen Seminaren und Schulungen konzentrieren wir uns somit auf Details und Spezialfragen. Somit ist dieser Kongress ideal für Praktiker, welche gerade dabei sind, die ESRS in ihren Konzernen umzusetzen. 13 hochkarätige Vortragende sorgen darüber hinaus für eine Vielfalt an Schwerpunkten, Perspektiven und Meinungen – von Auslegungs- und Anwendungsfragen, der geplanten Implementation Guidance u.v.m. über die Prüfung bis hin zur „Bilanzpolitik“ in der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach ESRS. Die Vortragenden sind Spezialisten, welche von der EFRAG, von DAX-Konzernen, von renommierten Universitäten, KPMG, PwC und anderen Unternehmen stammen. Die Gäste der Tagungen der von Prof. Dr. Dieter Christian betriebenen Akademie3 sind hochkarätig, wodurch sich auch im Rahmen der Pausen sowie der gemeinsamen Mittagessen zahlreiche Möglichkeiten bieten, sich untereinander und mit den Vortragenden informell auszutauschen. Im Laufe des zweiten Kongresstages findet auch eine Podiumsdiskussion statt, bei der ausschließlich Fragen aus dem Publikum aufgegriffen und von einer Expertenrunde diskutiert werden. Lassen Sie sich diese zweitägige Weiterbildung nicht entgehen. Sollten Sie terminlich verhindert sein, so kann auch die Videoaufzeichnung der Fachtagung separat erworben werden. Im Falle der Teilnahme in Wien ist die Videoaufzeichnung im Preis inkludiert.

1. Kongresstag

07:45

Empfang, Registrierung, Begrüßungskaffee und Jour-Plunder

08:15

IFRS-Konzernrechnungslegung 2026 and beyond: Stillstand oder Fortentwicklung?

Sven Morich

Logo DRSC

09:15

Nachträgliche Änderungen des Kaufpreises oder der Kaufpreisallokation: Komplexe Praxisbeispiele

Stefan Thiele

Logo Bergische Universität Wuppertal

10:15

1. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

10:45

Konsolidierung von strukturierten Unternehmen und Verbuchung von Minderheitenanteilen

Susanne Bek

11:45

2. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

12:00

Ent- und Erstkonsolidierung bei einem Carve-Out: Besondere IFRS-Fragen und Abbildung

Philipp Alexander Reiss
Olsi Muzhaj

Logo wts

13:00

Gemeinsames Mittagessen

14:15

Sonderfragen bei der Anwendung der Equity-Methode nach IAS 28

Martin Schulz-Danso

Logo Mazars

15:45

Nachmittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

16:15

Komplexe Fälle von Anteilstransaktionen im Konzern – Wem gehört was?

Harald Kessler

Logo KLS

17:45

Ende des 1. Kongresstages

2. Kongresstag

07:45

Empfang, Registrierung, Begrüßungskaffee und Jour-Plunder

08:15

Eigene Anteile und Rückbeteiligungen in der Kapitalkonsolidierung

Stefan Thiele

Logo Bergische Universität Wuppertal

09:15

1. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

09:30

Indirekte Minderheiten – Wie viel Firmenwert hat der Konzern?

Harald Kessler

Logo KLS

11:00

2. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

11:30

…und plötzlich steht die Welt Kopf: Umgekehrte Unternehmenserwerbe – Identifizierung, Problemfelder und bilanzielle Abbildung

Andreas Rundag

Phoenix Logo

12:45

Gemeinsames Mittagessen

14:00

Spezialfragen der Kaufpreisallokation - miterworbene Software

Michael Hammer

Logo EY

15:30

1. Nachmittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

16:00

Implikationen der Konsolidierung auf Lageberichte, insb. Nicht-IFRS-Größen nach IFRS 18

Stefan Müller

Logo_Helmut-Schmidt-Universität

17:00

2. Nachmittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

17:15

Kryptowährungen im Rahmen der Konsolidierung – Ein Fallbeispiel

Wladislav Gawenko

Technische Universität Chemnitz

18:15

Ende des 1. Kongresstages

3. Kongresstag

07:45

Empfang, Registrierung, Begrüßungskaffee und Jour-Plunder

08:15

Konzerninterne Währungsgewinne und -verluste

Oliver Köster

logo deloitte

09:15

1. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

09:30

Konzerninterne Verschmelzungen

Christoph Fröhlich

Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung

11:00

2. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

11:15

Konsolidierung von Nachhaltigkeitsberichten nach der CSRD

Stefan Müller

Logo_Helmut-Schmidt-Universität

12:15

Gemeinsames Mittagessen

13:30

Konsolidierung von Angaben zu latenten Steuern nach IAS 12

Stefan Müller

Logo_Helmut-Schmidt-Universität

14:30

1. Nachmittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

14:45

Pre-Existing Relationships (Vorerwerbliche Beziehungen)

Christoph Fröhlich

Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung

15:45

2. Nachmittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

16:15

Spezialfälle vorerwerblicher Beziehungen und zurückerworbener Rechte

Oliver Köster

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17:15

Joint Venture und Joint Operations – Schwierige Abgrenzung mit weitreichenden Folgen

Oliver Köster

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18:15

Ende des 1. Kongresstages

Termine & Anmeldung

Wählen Sie zwischen einer physischen Teilnahme, einer Online-Live-Teilnahme und einer Videoaufzeichnung!

Teilnahme in Wien

DI, 19.05. bis DO, 21.05.2026

Wir tagen stets an besonders exklusiven Veranstaltungsorten, damit die Tagungen zu einmaligen Erlebnissen werden. Der Ort dieser Tagung innerhalb von Wien wird noch bekanntgegeben!

Videoaufzeichnung

Bestimmen Sie selbst, wann Sie sich die Vortragsvideos ansehen und drücken Sie einfach auf „Pause“, wenn das Telefon läutet! Auch ein wiederholtes Ansehen ist möglich.

Online-Live-Teilnahme

DI, 19.05. bis DO, 21.05.2026

Nehmen Sie an dieser Tagung online-live teil und erleben Sie die spannenden Vorträge dort, wo Sie sich gerade befinden.

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Agenda

Komplexe Praxisfälle zur Konzernrechnungslegung

1. Kongresstag

Ab 07:45

Empfang, Registrierung, Begrüßungskaffee und Jour-Plunder

08:15 - 09:15

IFRS-Konzernrechnungslegung 2026 and beyond: Stillstand oder Fortentwicklung?

Weiterentwicklungen der Konzernrechnungslegung sind ein stetiger Begleiter der Arbeiten nationaler und internationaler Standardsetzer. Dies spiegelt sich auch in den mannigfaltigen Projekten zu Standardänderungen der IFRS im Arbeitsprogramm des IASB wider. Dabei sind Relevanz und Status der einzelnen Projekte im Bereich Konsolidierung durchaus unterschiedlich und im Zeitablauf schwankend. Es lohnt sich deshalb ein praxisorientierter Blick in den aktuellen Stand der Standardsetzungsaktivitäten in London. Hierzu zählen u.a. das Projekt Business Combinations—Disclosures, Goodwill and Impairment (IFRS 3 und IAS 36), geplante Änderungen im Zusammenhang mit der Equity-Methode (IAS 28) sowie ein etwas weiterer Ausblick in Sachen der Bilanzierung von Minderheitenanteilen (Non-controlling Interests) und Unternehmenszusammenschlüsse unter gemeinsamer Kontrolle (Business Combinations under Common Control). Dieser Vortrag informiert Sie aus erster Hand eines Mitglieds im Accounting Standards Advisory Forum (ASAF) des IASB. Er gibt einen Einblick in die Herangehensweise des Standardsetzers und liefert somit auch Impulse für die weitere Veranstaltung.

Sven Morich
Sven Morich
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09:15 - 10:15

Nachträgliche Änderungen des Kaufpreises oder der Kaufpreisallokation: Komplexe Praxisbeispiele

Im Anschluss an eine Akquisition kann es erforderlich sein, nach der Erstkonsolidierung des neuerworbenen Tochterunternehmens den Kaufpreis oder die Kaufpreisallokation anzupassen. Gründe dafür können nachträgliche Zahlungen zulasten oder zugunsten des Käufers (z.B. aufgrund von Earn-Out-Klauseln oder aufgrund von Indexierungen) sein. Aber auch geänderte Schätzungen aufgrund einer später verbesserten Informationslage oder aufgrund einer angepassten Unternehmensplanung können eine geänderte Kaufpreisallokation erforderlich werden lassen. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, wie diese Änderungen in der Folgekonsolidierung verarbeitet werden und welche Fälle einer geänderten Kaufpreisallokation nach IFRS 3.34 ff oder nach IAS 8 korrigiert werden müssen und welche Erfolgswirkungen daraus resultieren. Dazu werden verschiedene praxisnahe Fallbeispiele betrachtet.

Stefan Thiele
Stefan Thiele
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1. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

10:45 - 11:45

Konsolidierung von strukturierten Unternehmen und Verbuchung von Minderheitenanteilen

Strukturierte Unternehmen (structured entities) werden nach IFRS 10 konsolidiert, wenn das Mutterunternehmen Kontrolle ausübt, die typischerweise durch vertragliche Arrangements und nicht durch Stimmrechte bestimmt wird. Die Anteile der General Partners dieser strukturierten Unternehmen werden im Konzernabschluss als Minderheiten ausgewiesen. Hier stellt sich die Frage in welcher Höhe Minderheiten bestehen und ab welchem Zeitpunkt. Auswirkungen des Carried Interest: Im Rahmen der Konsolidierung der strukturierten Unternehmen muss häufig eine disproportionale Ergebnisverteilung (d.h. Carried Interest) zugunsten der General Partner berücksichtigt werden. An einem Praxisbeispiel wird dargestellt, wie die Minderheitenprozentsätze quartärlich angepasst werden und wie eine weitere Anpassung durch jährliche catch-up-Buchungen erfolgt.

Susanne Bek
Susanne Bek

2. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

12:00 - 13:00

Ent- und Erstkonsolidierung bei einem Carve-Out: Besondere IFRS-Fragen und Abbildung

Anhand eines realen Carve-Outs werden die besonderen Anforderungen an Reporting und Konsolidierung dargestellt. Im Praxisbeispiel geht es um die Abspaltung eines Teilkonzerns, die als Transaktion unter gemeinsamer Kontrolle bilanziert wird, mit anschließender Aufnahme in eine hierfür neu erworbene Gesellschaft. Zum einen wird auf IFRS 5 mit seinen besonderen Ausweis-, Bewertungs- und Angabevorschriften bei Klassifizierung der Abspaltungsgruppe als zur Ausschüttung an die Anteilseigner bestimmte Vermögenswerte sowie als aufgegebener Geschäftsbereich eingegangen. Zum anderen wird die Entkonsolidierung infolge des Kontrollverlusts über die Abspaltungsgruppe erläutert. Zusätzlich wird die Erstkonsolidierung bei der aufnehmenden Gesellschaft behandelt.

Philipp Alexander Reiss
Philipp Alexander Reiss
Olsi Muzhaj
Olsi Muzhaj
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Gemeinsames Mittagessen

14:15 - 15:45

Sonderfragen bei der Anwendung der Equity-Methode nach IAS 28

Der Vortrag beinhaltet die Ersterfassung und die Folgebewertung im Rahmen der Equity-Methode anhand von kniffligen praxisrelevanten Beispielen. Ausgangspunkt ist die Bestimmung des maßgeblichen Einflusses auf Basis der Assoziierungsvermutung. Zudem werden u.a. Sonderfälle zur Berücksichtigung potenzieller Stimmrechte in Form von Kaufoptionen, die Behandlung von Transaktionskosten und bedingten Gegenleistungen, Änderungen der Beteiligungsquote, die Einbringung von Vermögenswerten sowie die Auswirkung Eigenkapital-substituierender Finanzierungen dargestellt. Abschließend wird ein Überblick über geplante Änderungen des Standards gegeben.

Martin Schulz-Danso
Martin Schulz-Danso
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Nachmittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

16:15 - 17:45

Komplexe Fälle von Anteilstransaktionen im Konzern – Wem gehört was?

Anteilstransaktionen zwischen dem Mutterunternehmen und nicht-beherrschenden Gesellschaftern bereiten im Regelfall kein Kopfzerbrechen. Das gilt jedenfalls dann, wenn das Hingegebene und das Erhaltene bekannt sind. Unübersichtlich kann es werden, wenn konzerninterne Reorganisationen zu Vermögensverschiebungen zwischen den Gesellschaftergruppen führen, deren Ausmaß nicht mit bloßem Auge zu erkennen ist. Auch die Identifizierung der für Anteile gewährten Gegenleistung kann herausfordernd sein, insbesondere wenn ‚unbekannte Finanzinstrumente‘ im Spiel sind. Der Vortrag berichtet von abseits der gewohnten Pfade liegenden Beratungsfällen.

Harald Kessler
Harald Kessler
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2. Kongresstag

Ab 07:45

Empfang, Registrierung, Begrüßungskaffee und Jour-Plunder

08:15 - 09:15

Eigene Anteile und Rückbeteiligungen in der Kapitalkonsolidierung

In komplexen Konzernstrukturen finden sich in der Praxis Fälle, in denen von Konzernunternehmen eigene Anteile gehalten werden oder in denen Tochterunternehmen Anteile am Mutterunternehmen oder an anderen Tochterunternehmen halten. Dies führt in der Kapitalkonsolidierung zu vielfältigen Herausforderungen. Diese können bspw. damit beginnen, die zutreffenden Beteiligungsquoten zu ermitteln, und sich darin fortsetzen, über die Verrechnung von konzerninternen Anteilen zu entscheiden. Die Lösungen hängen u.a. auch davon ab, zu welchem Zeitpunkt die eigenen Anteile bzw. Rückbeteiligungen erworben worden sind und wie mit diesen in der Zukunft verfahren werden soll (z.B. Verkauf vs. Einziehung der Anteile). Verkompliziert wird diese Situation in mehrstufigen Konzernstrukturen oder wenn sich die Höhe von Rückbeteiligungen im Zeitablauf ändert. In diesem Vortrag werden diese Herausforderungen anhand von Beispielfällen gezeigt und Lösungsmöglichkeiten diskutiert.

Stefan Thiele
Stefan Thiele
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1. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

09:30 - 11:00

Indirekte Minderheiten – Wie viel Firmenwert hat der Konzern?

Nicht beherrschende Gesellschafter auf Zwischenstufen eines mehrstufigen Konzerns sind seit jeher ein Streitobjekt in der bilanzrechtlichen Diskussion. Unterschiedliche Standpunkte bestehen namentlich in der Höhe des ihnen zuzurechnenden Firmenwerts (Goodwill). Auch die Begründungen unterscheiden sich teilweise deutlich. Folgefragen ergeben sich etwa bei der Währungsumrechnung und dem Werthaltigkeitstest. Eine Lösung muss an der Wurzel ansetzen: der Bedeutung des Anschaffungswertprinzips in der konsolidierten Rechnungslegung.

Harald Kessler
Harald Kessler
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2. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

11:30 - 12:45

…und plötzlich steht die Welt Kopf: Umgekehrte Unternehmenserwerbe – Identifizierung, Problemfelder und bilanzielle Abbildung

Nicht immer ist der rechtliche Erwerber im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses auch tatsächlich der Erwerber aus Bilanzierungssicht. Im Rahmen von umgekehrten Unternehmenserwerben (reverse acquisitions) fallen nämlich der rechtliche Erwerber (legal acquirer) und der wirtschaftliche Erwerber (acquisition acquirer) auseinander. Im Vortrag werden zunächst die theoretischen Grundlagen zur Identifizierung von umgekehrten Unternehmenserwerben sowie praktische Problemfelder beleuchtet. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der bilanziellen Abbildung solcher Erwerbe anhand eines umfassenden Beispiels.

Andreas Rundag
Andreas Rundag
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Gemeinsames Mittagessen

14:00 - 15:30

Spezialfragen der Kaufpreisallokation - miterworbene Software

Anhand eines Praxisbeispiels wird gezeigt, welche Ansätze zur Bewertung von miterworbener Software möglich sind am Beispiel miterworbener individualisierter Banksoftware. Wie groß sind die Ermessenspielräume und welche Vorgangsweise führt zu plausiblen Ergebnissen? Welche Einflussfaktoren sind zu beachten und wie kann ein geeignetes Bewertungsmodell zur Bewertung von miterworbener Individual-Software aufgesetzt werden? Diese und ähnliche Fragen werden anhand eines praktischen Beispiels erläutert wobei auch „lessons learnt“ aus der Erfahrung des Vortragenden Hilfestellung für zukünftige Softwarebewertungen geben sollen.

Michael Hammer
Michael Hammer
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1. Nachmittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

16:00 - 17:00

Implikationen der Konsolidierung auf Lageberichte, insb. Nicht-IFRS-Größen nach IFRS 18

Der Konzernlagebericht ist ein zunehmend bedeutsameres Instrument der verpflichtenden Konzernkommunikation. Dennoch wird der Konsolidierung von Daten des Konzernlageberichts in der Praxis häufig kein so großes Augenmerk zuteil, wie der Konsolidierung im Konzernabschluss. Grund sind teilweise noch fehlende Methoden zur Aufbereitung von Konzernabgaben, was auch an der Problematik der teilweise nicht monetären Ausprägung bzw. der eindeutigen Bestimmtheit der Daten liegt. Letzteres betrifft etwa die Daten des Prognoseberichts oder die nötige Analyse der Lage des Konzerns aus der Sicht des Vorstands. Eine besondere Herausforderung ist dabei die verbreitete Verwendung von Nicht-IFRS-Größen, insb. bereinigten Größen. Diese werden nach IFRS 18 künftig strengeren Regeln unterliegen, die daher auch viel stärker in den Fokus der Konsolidierung geraten. Herleitung (Konsolidierung) und Prüfbarkeit sind daher zu überprüfen und ggf. an die neuen Anforderungen auszurichten. Neben einer kurzen Darstellung der Rahmenbedingungen soll im Vortrag der hierbei nötige Spagat diskutiert werden: Auf der einen Seite verlieren Informationen für Abschlussadressaten an Nutzen, wenn sie nicht vergleichbar sind; auf der anderen Seite führt die Anwendung des Management Approach zu einer Flexibilität, die es erlaubt, verschiedene Unternehmenswirklichkeiten tatsachengemäß darstellen zu können. Dabei sollen konkrete Beispiele für die Konsolidierungsnotwendigkeiten herangezogen werden.

Stefan Müller
Stefan Müller
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2. Nachmittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

17:15 - 18:15

Kryptowährungen im Rahmen der Konsolidierung –Ein Fallbeispiel

Die Bilanzierung von Kryptowährungen ist mit einigen Herausforderungen verbunden. Dies liegt u.a. daran, dass sie größtenteils nicht als Nominalgeldwährungen akzeptiert werden und keine konkreten Regelungen zu deren bilanziellen Erfassung existieren. Im Schrifttum werden zwar einige Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen, jedoch beziehen sie sich auf die Erfassung in Einzelabschlüssen. Was bisher nicht gezeigt und diskutiert wurde, ist die Erfassung von Transaktionen mit Kryptowährungen im Rahmen der Konsolidierung, was jedoch immer mehr an Relevanz gewinnt. Hier stellen sich einige Fragen, insb. in Bezug auf die Erfassung im Rahmen der Erwerbsmethode sowie bei konzerninternen Transaktionen. Im Vortrag wird dieses Problem aufgegriffen und anhand eines umfangreichen Fallbeispiels Schritt für Schritt aufgezeigt,

  1. welche Transaktionsmöglichkeiten es mit Kryptowährungen gibt;
  2. wie diese vor dem Hintergrund der aktuellen Regelungen im Rahmen der Konsolidierung erfasst werden können;
  3. welche Herausforderungen sich hierbei ergeben und
  4. wie diese gelöst werden können.
Wladislav Gawenko
Wladislav Gawenko

Technische Universität Chemnitz

3. Kongresstag

Ab 07:45

Empfang, Registrierung, Begrüßungskaffee und Jour-Plunder

08:15 - 09:15

Konzerninterne Währungsgewinne und -verluste

Während alle konzerninternen Forderungen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge in der Konsolidierung eliminiert werden, bleiben die damit zusammenhängenden Fremdwährungsgewinne und -verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung und beeinflussen das Jahresergebnis. Während diese bisher häufig gegeneinander aufgerechnet wurden und nur der Saldo unterhalb des operativen Ergebnisses bzw. des EBIT ausgewiesen wurde, ist nach IFRS 18 eine Aufgliederung und entsprechende Zuordnung zu den Bereichen operatives, investives und Finanzergebnis notwendig. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, wie mit derivativen Finanzinstrumenten umzugehen ist, die zur Sicherung dieser Risiken eingesetzt werden. In meinem Vortrag gehe ich ausgehend von Praxisbeispielen auf diesen Problemkomplex ein und zeige Lösungsalternativen auf.

Oliver Köster
Oliver Köster
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1. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

09:30 - 11:00

Konzerninterne Verschmelzungen

Es wird ein Überblick über Verschmelzungen im Konzernabschluss gezeigt, wobei die verschiedenen Falltypen hinsichtlich der beteiligten Konzernunternehmen gezeigt werden. Als Sonderfall des Erwerbs bzw. der Veräußerung nicht beherrschender Anteile wird beispielhaft eine Verschmelzung mit Verschiebung nicht beherrschender Anteile gezeigt. Es wird auf die Fortschreibung des Firmenwerts und etwaigen Effekten aus einer früheren Neubewertung eingegangen. Weiters werden Hinweise für die praktische, technische Umsetzung gegeben.

Christoph Fröhlich
Christoph Fröhlich

Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung

2. Vormittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

11:15 - 12:15

Konsolidierung von Nachhaltigkeitsberichten nach der CSRD

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung stellt die Konzernbilanzierung vor neue und erhebliche Herausforderungen. Neben der Notwendigkeit zur Erweiterung der Konsolidierungspakete der Tochterunternehmen stellen sich einerseits enorme Herausforderungen bei der Konsolidierung von Auswirkungen, Risiken und Chancen und andererseits auch bei der Bestimmung des Konsolidierungskreises. Auch bei der Überarbeitung (Vereinfachung) der europäischen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) ist es hier nur bedingt gelungen, die Konsolidierungskreise von Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zu vereinheitlichen. Für die Konsolidierung ist daher der Umgang mit abweichenden Konsolidierungskreisen sowie aufgrund abweichender Berichtsgrenzen auch die Methodik der Konsolidierung von auf Konzernebene angabepflichtigen Daten der Nachhaltigkeitsberichterstattung neu zu entwickeln. In dieser Einheit werden diese neuen Rahmenbedingungen und exemplarische Anwendungsbeispiele vorgestellt und diskutiert.

Stefan Müller
Stefan Müller
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Gemeinsames Mittagessen

13:30 - 14:30

Konsolidierung von Angaben zu latenten Steuern nach IAS 12

Die aktuelle Gesetzeslage in Deutschland mit der beschlossenen Senkung der Körperschaftsteuersätze, die ähnlich bereits vorher auch in Österreich erfolgte, hat die Schizophrenie der Regelungen im IAS 12 offengelegt: Einerseits soll eine Abzinsung latenter Steuern unterbleiben, da dafür eine genaue Steuerplanung notwendig sei, die realistischerweise in der Praxis nicht umsetzbar ist bzw. nicht gefordert werden könnte, andererseits soll aber mit den genauen Steuersätzen im Zeitpunkt der Auflösung der Differenzen gerechnet werden, was in der aktuellen Situation doch wieder eine genaue Steuerplanung bedingt. Vereinfachungsmöglichkeiten durch Anwendung von Durchschnittssteuersätzen sind sehr enge Grenzen gesetzt, da stets die Tatsachengemäßheit nachgewiesen werden muss. Dafür sind etwa Effekte aus der globalen Mindestbesteuerung wieder aus der Berechnung ausgenommen – allerdings gibt es hier die Notwendigkeit zu Anhangangaben. Auf Konzernebene sind diese Probleme der Praxis zwar bereits länger bekannt und werden auch vergleichsweise pragmatisch gelöst, doch nun wird der Fokus stärker auf diese Aspekte gelegt. Latente Steuern sind im Konzern ohnehin einer der komplexesten Bereiche der Konsolidierung, da diese einerseits selber Gegenstand der Konsolidierung sind, andererseits indirekte Wirkungen haben, da latente Steuern auch erst auf Konzernbasis ermittelt werden müssen. Im Vortrag werden daher ausgewählte Beispiele für die Konsolidierung und Angabe von latenten Steuern im Konzernabschluss diskutiert.

Stefan Müller
Stefan Müller
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1. Nachmittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

14:45 - 15:45

Pre-Existing Relationships (Vorerwerbliche Beziehungen)

Im Vortrag werden verschiedene Fallkonstellationen eines Unternehmenserwerbs mit Pre-Existing-Relationship gezeigt. Es wird sowohl auf die Behandlung von bilanzierten als auch von nicht bilanzierten Pre-Existing-Relationsships (Vorerwerblichen Beziehungen) eingegangen. Dabei wird auch die Problematik latenter Steuern behandelt.

Christoph Fröhlich
Christoph Fröhlich

Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung

2. Nachmittagspause mit Getränken und kulinarischen Erfrischungen

16:15 - 17:15

Spezialfälle vorerwerblicher Beziehungen und zurückerworbener Rechte

Bestehende vertragliche und nicht vertragliche Beziehungen zwischen Erwerber und erworbenem Unternehmen stellen in der Praxis der Erstkonsolidierung häufig ein Problem dar. In diesem Vortrag gehe ich anhand von Praxisbeispielen auf Spezialfälle von besehenden Beziehungen und zurückerworbenen Rechten ein, die beim Erwerb von Geschäftspartnern auftreten können, insbesondere bei solchen, die sich noch in der Aufbauphase befinden.

Oliver Köster
Oliver Köster
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17:15 - 18:15

Joint Venture und Joint Operations – Schwierige Abgrenzung mit weitreichenden Folgen

In vielen Branchen ist der Einsatz von Gemeinschaftsunternehmen ein bedeutender Faktor der geschäftlichen Betätigung. Die Klassifizierung dieser Gemeinschaftsunternehmen ist häufig komplex und hat weitreichende Folgen für die Abschlussstruktur und bedeutende Kennzahlen wie Umsatzrentabilität, operative Marge, Eigenkapitalquote und einige mehr. Bei der Klassifizierung ist der Grundsatz substance over form zu beachten – auch unter Beachtung der nationalen Rechtsrahmen, in denen sich die Gemeinschaftsunternehmen befinden. Anhand von Praxisbeispielen stelle ich den Evaluierungsprozess und die unterschiedlichen Konsequenzen für den IFRS-Abschluss dar.

Oliver Köster
Oliver Köster
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